Einsatzfahrzeuge

LHF 16/12 (Typ MAN/Baujahr 1998) LHF 1 6210

Dieses Lösch-Hilfeleistungsfahrzeug (LHF) von MAN auf einem Rosenbauer-Fahrgestell ist bereits Standard bei den Einsatzfahrzeugen der Berliner Feuerwehr, sprich jede Feuerwache besitzt mindestens solch ein Fahrzeug. Je nach Baujahr kann die Ausführung und Ausstattung dieser Fahrzeuge aber abweichen.

Das LHF 16/12 ist auch als "City"-LHF bekannt. Die Berliner Feuerwehr beschaffte diese Fahrzeuge aufgrund ihrer kompakten Bauweise, um im Großstadtverkehr eine größere Wendigkeit zu erreichen. Das Fahrzeug ist etwa 7,70m lang und 2,30m breit.

 

 

Zur Brandbekämpfung steht ein 1.200 Liter fassender Löschwassertank zur Verfügung. Mit der im Heck befindlichen Feuerlöschkreiselpumpe FP 16/8 liefert sie 1.600 Liter pro Minute bei einem Nennförderdruck von 8 Bar. Für den Einsatz von Schaum sind ein Turbozumischer und ein 100 Liter fassender Tank mit Schaummittelkonzentrat verbaut. Um die Wasserversorgung aufzubauen, ist hinten am Heck eine Schlauchhaspel eingehangen, die ein Verlegen der Schläuche an der Einsatzstelle vereinfacht.

Mit dem Schnellangriff, bestehend aus einem 60m langen formstabilen Druckschlauch, kann außerdem eine schnelle und effiziente Bekämpfung von Entstehungsbränden erzielt werden. Um eine Entrauchung im Gebäude zu gewährleisten, steht auf dem Fahrzeug zusätzlich ein sogenannter Drucklüfter zur Verfügung.

Bei Verkehrsunfällen, wetterbedingten Einsätzen und anderen Lagen, wo eine technische Hilfeleistung notwendig ist, werden unter anderem ein hydraulisches Kombigerät (Schere und Spreizer), Stromerzeuger, Flutlichtstrahler, Tauchpumpe, diverse Werkzeugkisten sowie Motorkettensäge und Motortrennschleifer benutzt.

Um eine schnelle medizinische Erstversorgung bei Notfallpatienten zu garantieren, werden mit dem City-LHF auch Rettungsdiensteinsätze in Verbindung mit dem Rettungstransportwagen (RTW) getätigt. Dafür ist in der Mannschaftskabine ein Notfallrucksack und ein Defibrillator untergebracht, der von Feuerwehrleuten verwendet werden kann, die mindestens über eine Ausbildung zum Rettungshelfer verfügen.

LHF 10/5 (Typ Mercedes-Benz/Baujahr 2011) LHF 2 6210

Das "kleinere" Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug (LHF)  bei der FF Kaulsdorf ist aus der sogenannten "Compactline"-Baureihe auf dem Mercedes Vario-Fahrgestell (MB Vario 818D 4x2).
Diese Fahrzeuge wurden nur in begrenzter Stückzahl bei der Berliner Feuerwehr beschafft und sind überwiegend für Freiwillige Feuerwehren vorgesehen, bei denen aufgrund der baulichen Verhältnisse kein größeres Fahrzeug stationiert werden kann. Dieser Umstand ist auch in der Fahrzeughallle der FF Kaulsdorf  der Fall, da die niedrige Deckenhöhe für die meisten anderen Löschfahrzeuge ein Problem darstellen würde.
Trotz der kompakten Abmaße und einem zul. Gesamtgewicht von 7490 kg muss im Vergleich zum LHF 16/12 kaum auf etwas verzichtet werden und die Beladung ist nahezu identisch. Deshalb kann dieses Fahrzeug einsatztaktisch gleichwertig eingesetzt werden.
Eine Besonderheit des Fahrzeugs ist, dass die Geräteräume beidseitig jeweils nur über einen elektrisch betriebenen Lamellenverschluss verfügen. Zur Beladung zählen unter anderem ein hydraulischer Kombispreizer, Stromerzeuger, Kettensäge, vier Pressluftatmer, Sprungpolster (bzw. im Austausch ein Schlauchboot) und eine elektrische Tauchpumpe. Außerdem gibt es die typischen Einsatzkoffer der Berliner Feuerwehr sowie einen Notfallrucksack und einen Defibrillator.
Die Kabine des Fahrzeugs bietet Platz für die taktische Einheit einer Staffel (6 Personen). Zwei Sitzplätze davon sind bereits mit Pressluftatmern ausgestattet, wodurch das Ausrüsten des ersten Einsatztrupps während der Anfahrt möglich ist. Der Löschwasserbehälter fasst 500 l Wasser. Weiterhin werden 60 l Schaummittelkonzentrat in Behältern mitgeführt. Für den Schaumeinsatz steht ein Turbozumischer und ein Schwer-/Mittelschaum-Kombi-Rohr zur Verfügung. Als Pumpe dient eine auch mobil einsetzbare Tragkraftspritze TS 10/1000 die mit den wasserführenden Armaturen des Fahrzeugs verbunden ist, aber innerhalb von Sekunden über einen elektrisch betriebenen "Lift" entnommen werden kann.
Außerdem besteht der hydraulische Rettungssatz aus einem Aggregat mit einem integrierten Stromerzeuger, einem Kombispreizer und einem Rettungszylinder.

Ehemalige Fahrzeuge

LHF 16/12 (Typ MAN/Baujahr 1995)
LHF 16/12 (Typ MAN/Baujahr 1995)
LF16-TS (Typ Mercedes-Benz/Baujahr 1985)
LF16-TS (Typ Mercedes-Benz/Baujahr 1985)