Einsatzfahrzeuge


LHF 10/5 (Typ Mercedes-Benz/Baujahr 2011) LHF-K 6210/2

Das Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug Klein (LHF-K) der FF Kaulsdorf ist aus der sogenannten "Compactline"-Baureihe auf dem Mercedes Vario-Fahrgestell (MB Vario 818D 4x2).

Diese Fahrzeuge wurden nur in begrenzter Stückzahl bei der Berliner Feuerwehr beschafft und sind überwiegend für Freiwillige Feuerwehren vorgesehen, bei denen aufgrund der baulichen Verhältnisse kein größeres Fahrzeug stationiert werden kann. Dieser Umstand trifft auch auf die Fahrzeughalle der FF Kaulsdorf zu, da die niedrige Deckenhöhe für die meisten anderen Löschfahrzeuge ein Problem darstellt.
Trotz der kompakten Abmaße und einem zulässigen Gesamtgewicht von nur 7490 kg muss im Vergleich zum "standardmäßigen" LHF 16/12 kaum auf etwas verzichtet werden und die Beladung ist nahezu identisch. Jedoch wird das Fahrzeug aufgrund des kleineren Wassertanks und der, im Vergleich zum LHF 16/12, fehlenden Schiebleiter, als einsatztaktisch niederwertiger eingestuft als sein "großer Bruder".


Eine Besonderheit des Fahrzeugs ist, dass die Geräteräume beidseitig jeweils nur über einen elektrisch betriebenen Lamellenverschluss verfügen. Zur Beladung zählen unter anderem ein hydraulischer Kombispreizer, Stromerzeuger, Kettensäge, vier Atemschutzgeräte, Sprungpolster (bzw. im Austausch ein Schlauchboot) und eine elektrische Tauchpumpe. Außerdem gibt es die typischen Einsatzkoffer der Berliner Feuerwehr sowie einen Notfallrucksack und einen Defibrillator.
Die Kabine des Fahrzeugs bietet Platz für die taktische Einheit einer Staffel (6 Personen). Zwei Sitzplätze davon sind bereits mit Pressluftatmern ausgestattet, wodurch das Ausrüsten des ersten Einsatztrupps während der Anfahrt möglich ist. Der Löschwasserbehälter fasst 500 l Wasser. Weiterhin werden 60 l Schaummittelkonzentrat in Behältern mitgeführt. Für den Schaumeinsatz steht ein Turbozumischer und ein Schwer-/Mittelschaum-Kombi-Rohr zur Verfügung. Als Pumpe dient eine auch mobil einsetzbare Tragkraftspritze TS 10/1000 die mit den wasserführenden Armaturen des Fahrzeugs verbunden ist, aber innerhalb von Sekunden über einen elektrisch betriebenen "Lift" entnommen werden kann.
Außerdem besteht der hydraulische Rettungssatz aus einem Aggregat mit einem integriertem Stromerzeuger, einem Kombispreizer und einem Rettungszylinder.

Ehemalige Fahrzeuge


LHF 16/12 (Typ MAN/Baujahr 1998) LHF 6210/1

Dieses Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug (LHF) von MAN auf einem Rosenbauer-Fahrgestell ist bereits Standard bei den Einsatzfahrzeugen der Berliner Feuerwehr, sprich jede Feuerwache besitzt mindestens ein solches Fahrzeug. Je nach Baujahr kann die Ausführung und Ausstattung dieser Fahrzeuge aber variieren.

Das LHF 16/12 ist auch als "City"-LHF bekannt. Die Berliner Feuerwehr beschaffte diese Fahrzeuge aufgrund ihrer kompakten Bauweise, um im Großstadtverkehr eine größere Wendigkeit zu erreichen. Das Fahrzeug ist etwa 7,70 m lang und 2,30 m breit.

 

 

Zur Brandbekämpfung steht ein 1.200 Liter fassender Löschwassertank zur Verfügung. Mit der im Heck befindlichen Feuerlöschkreiselpumpe FP 16/8 liefert sie 1.600 Liter pro Minute bei einem Nennförderdruck von 8 Bar. Für den Einsatz von Schaum sind ein Turbozumischer und ein 100 Liter fassender Tank mit Schaummittelkonzentrat verbaut. Um die Wasserversorgung aufzubauen, ist am Heck eine Schlauchhaspel eingehangen, die das Verlegen der Schläuche an der Einsatzstelle vereinfacht.

Mit dem Schnellangriff, bestehend aus einem 60m langen formstabilen Druckschlauch, kann außerdem eine schnelle und effiziente Bekämpfung von Entstehungsbränden erzielt werden. Um eine Entrauchung im Gebäude zu erwirken, steht auf dem Fahrzeug zusätzlich ein sogenannter Drucklüfter zur Verfügung.

Bei Verkehrsunfällen, wetterbedingten Einsätzen und anderen Lagen, bei denen eine technische Hilfeleistung notwendig ist, werden unter anderem ein hydraulisches Kombigerät (Schere und Spreizer), Stromerzeuger, Flutlichtstrahler, Tauchpumpe, diverse Werkzeugkisten sowie Motorkettensäge und Motortrennschleifer benutzt.

Um eine schnelle medizinische Erstversorgung von Notfallpatienten zu garantieren, werden mit dem City-LHF auch sogenannte "First-Responder"-Einsätze in Verbindung mit dem Rettungstransportwagen (RTW) getätigt. Dafür ist in der Mannschaftskabine ein Notfallrucksack und ein Defibrillator untergebracht, der von Feuerwehrleuten verwendet werden kann, die mindestens über eine Ausbildung zum Rettungshelfer verfügen.

LHF 16/12 (Typ MAN/Baujahr 1995)
LHF 16/12 (Typ MAN/Baujahr 1995)
LF16-TS (Typ Mercedes-Benz/Baujahr 1985)
LF16-TS (Typ Mercedes-Benz/Baujahr 1985)